Niedersächsische Justiz- und Polizeivollzugsbeamte beim 7. Ju-Jutsu Bundesseminar der Polizei
Mehr als 250 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet und den Nachbarländern trafen sich in der Zeit von Freitag, 21.10.2011 bis Sonntag, 23.10.2011 in der Bundespolizeiabteilung Blumberg bei Berlin zum gemeinsamen Training und Erfahrungsaustausch. Diese zum 7. Mal vom Deutschen Ju-Jutsu Verband organisierte Veranstaltung entwickelte sich zu einem Insidertipp bei Sicherheitskräften. Da hier nur Angehörige von Polizei, Justiz und Zoll zugelassen sind, können Konzepte vorgestellt, ausgetauscht und gemeinsam trainiert werden.
Polizeibeamte benötigen neben den Elementen der Selbstverteidigung auch Techniken zur Kontrolle und Festnahme einer Person sowie zur Anwendung von unmittelbarem Zwang. Dazu gehört auch die Handlungssicherheit im Umgang mit den polizeilichen Führungs- und Einsatzmitteln, z.B. Handfesseln, Reizstoffsprühgeräte, Schlagstock bis hin zur Schusswaffe. Im Mittelpunkt der Trainings standen daher auch insbesondere diese polizeitypischen Themen. Bis zu 8 Veranstaltungen wurden gleichzeitig durchgeführt, insgesamt wurden mehr als 70 Themen von 30 Referenten angeboten.
Diese länderübergreifende Plattform ist im Bereich der Selbstverteidigungs- und Einsatztechniken die beste Möglichkeit zum Informationsaustausch und einmalig im gesamten europäischen Raum. Mehr als 30 engagierte niedersächsische Teilnehmer, davon 11 Teilnehmer aus dem Bezirk Weser-Ems, von Polizei und Justiz waren in diesem Jahr dabei und stellten damit den stärksten Landesverband.
Dem Deutschen Ju-Jutsu-Verband ist es in hervorragender Weise gelungen, die Lücke zwischen der Selbstverteidigung und den Besonderheiten der polizeilichen Eingriffs- und Zwangsmaßnahmen zu schließen. Der Sportverband bringt insbesondere Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Bereich des Spitzensports zur Trainingslehre und der Sportmedizin ein, während Fachinformationen zu Einsatztaktiken und die speziellen Bedürfnisse der polizeilichen Einsatztrainings von den Polizeibeamten eingebracht werden. Viele Anregungen aus dem Sport konnten inzwischen für die Einsatztrainings übernommen werden. Die gute Kooperation zwischen dem Ju-Jutsu-Verband und der Polizei wird durch das Angebot einer vom Deutschen Olympischen Sportbund anerkannten Ju-Jutsu Polizeitrainer-Lizenz erweitert. Die Trainer – C Ju-Jutsu-Polizei Lizenz richtet sich an Lehrkräfte, die in der polizeiliche Aus- und Fortbildung sowie im Einsatztraining tätig sind und wird auch vom Niedersächsischen Ju-Jutsu-Verband angeboten.
Werner Thole
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Aktualisiert (Donnerstag, den 01. Dezember 2011 um 08:02 Uhr)

